Blog
Ich setze Cookies ein. Diese dienen dazu, die Funktionalität dieser Website zu gewährleisten sowie die Nutzung der Website zu analysieren. Nähere Informationen erhalten Sie in meiner Datenschutzinformation.

Wie schütze ich mich vor Cyberkriminalität?

Nicht erst seit der Corona-Pandemie verbringen viele Menschen einen Großteil ihrer Zeit mit digitalen Devices. Das lockt auch Kriminelle an, die sich ein gutes Geschäft versprechen. Erfahren Sie, wie Sie sich am besten vor Viren, Hacking-Angriffen und Co schützen können.


05. Juli 2021


alternativ text

Foto: Hannes Dünser



In den Medien ist immer wieder von großen Angriffen auf Regierungsbehörden oder global agierende Firmen die Rede, aber kein Nutzer ist vor digitalen Übergriffen sicher. Weltweit werden rund 1,5 Millionen Menschen täglich Opfer von Cyberkriminalität. 


Grundsätzlich unterscheidet man zwischen klassischem Cybercrime – wie Viren, Trojanern oder Hacking-Angriffen – und Cyber-Enabled Crime – wie Kreditkartenmissbrauch, Internetbetrug oder Erpressung.


Um sich wirksam vor Cybercrime-Aktivitäten zu schützen, ist ein Mix aus präventiven Maßnahmen und einem achtsamen Umgang mit den eigenen Daten empfehlenswert. 

1. Verwenden Sie Virenschutzprogramme

Der Einsatz von Virenschutzprogrammen ist nach wie vor ein sehr wirksamer Basisschutz, um Ihre Devices vor Viren, Malware oder Trojanern zu schützen. Selbst kostenlose Programme bieten bereits ein ausreichend hohes Schutzniveau. Achten Sie darauf, dass die entsprechenden Programme laufend aktualisiert werden. Vergessen Sie auch nicht, Ihre Smartphones mit einem entsprechenden Virenschutz auszustatten.

2. Setzen Sie auf sichere Passwörter

Die Wichtigkeit von sicheren Passwörtern kann nicht oft genug betont werden. Verwenden Sie pro Anwendung ein eigenes Passwort, damit im Fall eines Missbrauchs auch nur diese eine Anwendung betroffen ist. Generell gilt: Je länger ein Passwort ist, desto sicherer ist es. Die Mindestzeichenanzahl sollte 8 Zeichen betragen. Kombinieren Sie dabei am besten Ziffern, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen. Bewahren Sie die Passwörter an einem sicheren Ort auf, es empfiehlt sich hier der Einsatz eines Passwortmanagers.


Bei besonders sensiblen Anwendungen wie z.B. Onlinebanking oder der digitalen Abwicklung ihrer Finanz- und Versicherungsangelegenheiten sollten Sie eine 2-Faktoren-Identifizierung einsetzen. Der Aufwand lohnt sich jedenfalls, da das Schutzniveau deutlich angehoben wird.

3. Installieren Sie regelmäßig Updates

Da die Bandbreite an Betriebssystemen sehr überschaubar ist, sind sie auch oft Ziel von unterschiedlichsten Attacken. Deshalb empfiehlt es sich aus Sicherheitsgründen, sämtliche verfügbare Updates möglichst zeitnah zu installieren. Noch besser ist es, wenn die Updates gleich automatisiert erfolgen.

4. Social Media: Schützen Sie Ihre privaten Informationen

Bei der Verwendung von sozialen Medien sollten Sie darauf achten, Ihre Privatsphäre zu schützen und beispielsweise vorsichtig bei der Abbildung bzw. Benennung Ihrer Familienmitglieder oder Ihrer Freunde zu sein. Das gilt auch für die von Ihnen frequentierten Orte: Durch das zeitnahe Posten von Fotos können Sie eventuell auch ohne Zuhilfenahme von GPS-Daten lokalisiert werden. Je größer der Adressatenkreis Ihres Eintrags ist, desto wichtiger ist der Schutz von personenbezogenen Daten. 

5. Achtung bei unerbetenen E-Mails, SMS und Telefonanrufen

Bei unerbetenen E-Mails, SMS oder Telefonanrufen sollten Sie auf der Hut sein. Betrüger werden immer besser in der Erstellung von gefälschten E-Mails. So wirken die verwendeten Logos, Schriftarten und Texte oft täuschend echt. Kontrollieren Sie deshalb bei suspekten E-Mails immer die Adresse des Absenders und geben Sie im Verdachtsfall nicht vorschnell sensible Informationen wie z.B. PIN-Codes oder andere Zugangsdaten preis. 


Vorsicht ist auch bei Telefonanrufern geboten, die Sie nicht kennen. Im Fall vom so genannten Social Engineering kann sich jemand unter Vorspiegelung von falschen Tatsachen Informationen erschleichen oder versuchen, Sie zu unüberlegten Handlungen wie z.B. Geldtransaktionen zu bewegen.

6. Internet der Dinge: Ändern Sie Standard-Passwörter

Das World Wide Web wird seinem Namen immer mehr gerecht und erobert viele Bereiche des Lebens. Auch im Haushalt nimmt die Anzahl an internetfähigen Endgeräten ständig zu. Das gilt z.B. auch für die über eine App ansteuerbare Videokamera im Wohnzimmer. Das ist in vielerlei Hinsicht sehr praktisch, aber auch diese Geräte können von Unbefugten gekapert und missbraucht werden. Achten Sie deshalb darauf, die Standard-Passwörter ihrer internetfähigen Haushaltsgeräte nach der Installation umgehend zu ändern. 

7. Seien Sie vorsichtig beim Internet-Kauf

Beim Kauf von Waren im Internet gilt es mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Achten Sie darauf, dass der jeweilige Anbieter möglichst vertrauenswürdig ist. Zu einer entsprechenden Einschätzung können Sie unter anderem entsprechende Zertifikate oder auch Bewertungen von anderen Usern heranziehen. Versuchen Sie Vorauszahlungen zu vermeiden und bezahlen Sie nach Möglichkeit erst nach Erhalt der Ware. 


Bei potenziell unsicheren Anbietern sollten Sie vorab einen Höchstbetrag definieren, den Sie finanziell gut verschmerzen können. Wenn Sie diese Obergrenze einhalten, können Sie Ihren Verlust in Grenzen halten. 

8. Löschen Sie Ihre Datenträger, wenn sie nicht mehr benötigt werden

Vergessen Sie beim Austausch ihrer PC’s, Laptops oder Smartphones nicht, die darauf abgespeicherten Daten nach einer entsprechenden Archivierung komplett vom verwendeten Gerät zu löschen. Das gilt vor allem dann, wenn Sie dieses verkaufen oder verschenken wollen. Wenn die Datenträger verschlüsselt sind, sollte eine einfache Löschung der Daten ausreichen. Achten Sie darauf, dass Ihre Daten ohne Verschlüsselung des Datenträgers möglicherweise auch nach einer Löschung wiederhergestellt werden können. Einen noch besseren Schutz gewährleistet nur das professionelle Verschrotten. Diesen Schritt sollten Sie vor allem dann in Erwägung ziehen, wenn Sie zuvor sensible Daten gespeichert haben.


Das gilt auch für Ausdrucke, da sie als Basis für Cybercrime-Delikte verwendet werden können. Werfen Sie insbesondere Kontoauszüge oder ausgedruckte Finanzdaten nicht in den Papiermüll, ohne sie vorher unlesbar bzw. unbrauchbar zu machen. Idealerweise verwenden Sie dazu einen Schredder.

9. Halten Sie sich über gravierende Daten-Pannen auf dem Laufenden

Seien Sie aufmerksam, wenn in den Medien über kompromittierte Datensätze berichtet wird. Es könnten auch Ihre Daten betroffen sein. In diesem Fall sollten Sie umgehend handeln und z.B. betroffene Passwörter möglichst zeitnah ändern. 


Im Idealfall werden Sie zusätzlich vom Betreiber des betroffenen Dienstes direkt kontaktiert. Sie können auch auf einschlägigen Webseiten wie z.B. haveIbeenpwned.com kontrollieren, ob Sie von einer Daten-Panne direkt betroffen sind und Ihre Daten womöglich an die Öffentlichkeit gelangt sind.

10. Nehmen Sie niemals Kontakt mit einem Cyber-Kriminellen auf

Falls Sie Opfer von Cyber-Kriminalität geworden sind, sollten Sie es unbedingt vermeiden selbstständig Kontakt mit dem Täter aufzunehmen. Wenden Sie sich bei einem Hackerangriff oder einem Erpressungsversuch umgehend an die Polizei, einen IT-Dienstleister oder eine Cybersecurity Hotline. Dadurch können Sie möglicherweise noch größere Schäden vermeiden. Die Täter werden immer versuchen, ihren Gewinn möglichst zu maximieren. 



Fazit: Wir alle hinterlassen Datenspuren im Internet, die auch zu Missbrauch einladen können. Deshalb geht Cyberkrimininalität jeden etwas an. Mit einfachen Maßnahmen und gesundem Menschenverstand können Sie das Internet aber auch in Zukunft unbeschwert nutzen.